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BESCHEINIGUNGSVERFAHREN M/W

Publikationsende auf externer Website : 23/10/2021 00:00
Dienststelle : 00-Parlement Européen
Kennziffer : 2021-2022
Leitfaden für Bewerber bei Auswahlverfahren :

Einleitung

 

Bite lesen Sie den Leitfaden für Bewerber mit dem Aufruf zur Einreichung von Bewerbungen aufmerksam durch, bevor Sie Ihr Bewerbungsformular ausfüllen. Dieses Verfahren ist ausschließlich für Beamte/Beamtinnen des Europäischen Parlament zugänglich.

Ziel des Bescheinigungsverfahrens ist es, Beamtinnen und Beamte der Funktionsgruppe AST ab der Besoldungsgruppe 5, die für eine Planstelle der Funktionsgruppe AD geeignet sind, auszuwählen.

Die vom Präsidium am 7. Juli 2008 geänderten Allgemeinen Durchführungsbestimmungen für das Bescheinigungsverfahren (im Folgenden ADB genannt) vom 26. September 2005 können unter folgender Adresse eingesehen werden:

https://epintranet.in.ep.europa.eu/files/live/sites/epintranet/files/human-resources/rules-rights/rules-in-force/gi-certification-procedure_de.pdf

Das Bescheinigungsverfahren umfasst fünf Schritte:

1. die Festlegung der Anzahl der Beamtinnen bzw. Beamten, die die Genehmigung zur Teilnahme an dem Fortbildungsprogramm für die Bescheinigung erhalten, sowie der Kriterien zur Einstufung der Bewerbungen in der Reihenfolge der Prioritäten, und die Veröffentlichung eines Aufrufs zur Einreichung von Bewerbungen;
2. die Prüfung der Zulässigkeit der Bewerbungen und die Erstellung der Liste der für die Teilnahme am Fortbildungsprogramm ausgewählten Beamtinnen bzw. Beamten;
3. die Teilnahme an dem Fortbildungsprogramm, das von der Europäischen Verwaltungsakademie (nachstehend „EUSA“) durchgeführt wird;
4. die Durchführung einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung sowie die Erstellung der Liste der Beamtinnen bzw. Beamten, die diese Prüfungen bestanden haben, durch das Europäische Amt für Personalauswahl (nachstehend „EPSO“);
5. die Veröffentlichung der Liste der Beamtinnen bzw. Beamten, die die Prüfungen bestanden haben, und die Bescheinigung, dass sie mit Erfolg an dem Fortbildungsprogramm teilgenommen haben.

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Gemäß Artikel 3 Absatz 1 der ADB hat die Anstellungsbehörde nach Stellungnahme des Paritätischen Ausschusses für das Bescheinigungsverfahren (COPAC)

a) die Anzahl der Beamtinnen bzw. Beamten, die die Genehmigung erhalten, an dem von der EUSA im Jahr 2022 durchgeführten Fortbildungsprogramm teilzunehmen, auf sieben (7) festgelegt,
b) den genauen Inhalt, den Wert und die Gewichtung der Kriterien zur Einstufung der zulässigen Bewerbungen (Beurteilungsberichte der drei letzten Beurteilungen, Aus- und Fortbildungsniveau, erworbene Berufserfahrung bei den Institutionen unter Berücksichtigung der dienstlichen Belange) festgelegt.

 

Wer kann sich bewerben?

 

Für das Bescheinigungsverfahren können sich Beamtinnen und Beamte der Funktionsgruppe AST ab der Besoldungsgruppe 5 bewerben, die eine Dauerplanstelle des Generalsekretariats des Europäischen Parlaments gemäß Artikel 1a des Statuts innehaben und die sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Aufrufs zur Einreichung von Bewerbungen in einer der folgenden Stellungen nach Artikel 35 des Statuts befinden: aktiver Dienst, Abordnung im Interesse des Dienstes, Elternurlaub, Urlaub aus familiären Gründen oder Beurlaubung zum Wehrdienst.

Nicht bewerben können sich jedoch die Beamtinnen und Beamten:
a) die im Laufe des betreffenden Jahres oder des folgenden Jahres gemäß Artikel 52 des Statuts in den Ruhestand versetzt werden;
b) für die gemäß Artikel 47 des Statuts ein Beschluss gefasst wurde, der zu ihrem endgültigen Ausscheiden aus dem Dienst führt;
c) denen gemäß Artikel 78 des Statuts ein Invalidengeld zugesprochen wurde.

Die Bewerberinnen und Bewerber werden darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, mindestens eine der Sprachen, in denen die Fortbildung und die Prüfungen durchgeführt werden (Französisch und Englisch), in angemessener Weise zu beherrschen, wobei zu berücksichtigen ist, dass niemand in seiner Hauptsprache („Hauptsprache" im HRM-Portal (Streamline)) an dem Fortbildungsprogramm oder den Prüfungen teilnehmen darf.

 

Welche Bewerbungen sind zulässig?

 

Zulässig sind Bewerbungen von Beamtinnen und Beamten,

a) die sich in einer der vorstehend erwähnten Stellungen befinden und die am 31. Dezember 2020 (vgl. Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe b der ADB) über Dienstzeiten von mindestens sechs Jahren in der Funktionsgruppe AST verfügten ; (berücksichtigt werden die als Bediensteter auf Zeit erworbenen Dienstzeiten, sofern es keine Unterbrechung zwischen den in dieser Eigenschaft abgeleisteten Dienstzeiten und den Dienstzeiten als Beamtin oder Beamter gegeben hat)

und

b) bei denen in drei der fünf letzten Beurteilungsberichten bescheinigt wird, dass sie über die für die Wahrnehmung der Aufgaben einer Verwaltungsrätin oder eines Verwaltungsrates erforderliche Befähigung verfügen (vgl. Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe a der ADB).

Das Feld für die Beurteilung der Befähigung der Beamtin bzw. des Beamten für die Wahrnehmung der Aufgaben der Funktionsgruppe AD muss von ihren bzw. seinen Beurteilern in drei der Beurteilungsberichte für die Jahre 2016, 2017, 2018, 2019 und 2020 angekreuzt worden sein.

Wie wird die Liste der zur Teilnahme am Fortbildungsprogramm ausgewählten Beamten erstellt?

 

1. Die Anstellungsbehörde erstellt den Entwurf für eine Liste der Beamtinnen bzw. Beamten, deren Bewerbungen für zulässig erklärt wurden, die auf der Grundlage des Bewertungssystems in der entsprechenden Rangfolge basiert, und teilt den Bewerberinnen bzw. Bewerbern ihr Ergebnis mit.

2. Die Kandidatinnen und Kandidaten können innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen ab dem Versanddatum der E-Mail zur Mitteilung der Ergebnisse ein mit einer Begründung versehenes Ersuchen um erneute Prüfung an die E-Mail-Adresse PERS-Certification@europarl.europa.eu senden. Die Antwort wird der/dem Betroffenen so schnell wie möglich mitgeteilt.

3. Die Anstellungsbehörde informiert jede Generaldirektion (GD) über die Namen der dort beschäftigten Bewerberinnen bzw. Bewerber, die sich unter den 28 höchstplatzierten Bewerberinnen bzw. Bewerbern auf der Liste befinden. Dieser Liste werden gegebenenfalls noch die Namen der Bewerberinnen bzw. Bewerber hinzugefügt, die nach Bearbeitung der Ersuchen um erneute Prüfung mindestens die Punktzahl der 28. Bewerberin bzw. des 28. Bewerbers erreicht haben. Jeder GD werden 6 Punkte zugewiesen, die sie an maximal zwei Bewerberinnen bzw. Bewerber vergeben können (4 Punkte für die Bewerberin oder den Bewerber erster Wahl und 2 Punkte für die Bewerberin oder den Bewerber ihrer zweiten Wahl). Die Vergabe von Punkten ist nicht zwingend erforderlich. Jegliche Punktvergabe muss dem dienstlichen Bedarf entsprechen und klar begründet werden. Die von der GD vergebenen Punkte werden den nach den Bewertungskriterien vergebenen Punkten von Abschnitt 4.1. hinzugerechnet, wodurch sich die ursprüngliche Rangfolge ändern kann.

4. Der COPAC lädt die Bewerberinnen bzw. Bewerber mit der höchsten Punktzahl zu einem Gespräch ein. In dem Gespräch bewertet der COPAC die Kandidatinnen und Kandidaten nach ihrem Potenzial, Verwaltungsrätinnen bzw. Verwaltungsräte zu werden. Diese Bewertung wird sich darauf stützen, ob die Bewerberinnen bzw. Bewerber in ausreichendem Maß über
a) Motivation (nach den Angaben im Begründungsschreiben und dem in dem Gespräch vermittelten Eindruck),
b) Präsentationsfähigkeiten (Klarheit, Präzision),
c) mündliche Sprachkenntnisse in der Sprache, in der sie das Fortbildungsprogramm für die Bescheinigung absolvieren würden (Englisch oder Französisch), sowie
d) schriftliche Sprachkenntnisse in der Sprache, die sie für das Fortbildungsprogramm nutzen würden (Englisch oder Französisch) und entsprechend der Angaben in ihren Begründungsschreiben sowie des erbrachten Nachweises im Gespräch, verfügen.

5. Der COPAC übermittelt der Anstellungsbehörde aufgrund der Ergebnisse der Gespräche seine Stellungnahme zu der Frage, welche sieben der höchstplatzierten Kandidatinnen bzw. Kandidaten die oben aufgeführten Kriterien erfüllen.

6. Die Anstellungsbehörde entscheidet, welche Beamtinnen bzw. Beamten für das Fortbildungsprogramm ausgewählt werden und setzt alle Bewerberinnen und Bewerber über das Ergebnis, unter Mitteilung ihrer Platzierung auf der Rangliste und ihrer Punktezahl, für das Verfahren 2021 in Kenntnis.

7. Nach Bearbeitung aller Beschwerden nach Artikel 4 Absatz 5 der ADB erlässt und veröffentlicht die Anstellungsbehörde die endgültige Liste der zur Teilnahme an dem im Jahr 2022 stattfindenden Fortbildungsprogramm für die Bescheinigung zugelassenen Bewerberinnen bzw. Bewerber.

Wie bewirbt man sich?

 

Die Beamtinnen und Beamten, die der Auffassung sind, die vorstehend erwähnten Voraussetzungen zu erfüllen, sollten sich bewerben, indem sie alle Abschnitte des Online-Formulars auf der Apply4EP-Plattform ordnungsgemäß ausfüllen. Die Bewerbungsfrist endet am 22. Oktober 2021. Eine Einreichung von Bewerbungen nach diesem Datum ist nicht möglich.

Wichtige Hinweise:

1. Bewerbungen, die per E-Mail, Post, hausinterner Post oder eigenhändig eingereicht werden, werden nicht berücksichtigt und als unzulässig betrachtet.

2. Die Generaldirektion Personal überprüft anhand ihrer Datenbanken

  • die dienstrechtliche Stellung der Bewerberinnen und Bewerber zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Aufrufs zur Einreichung von Bewerbungen,
  • ihre Dienstzeiten in den europäischen Institutionen,
  • ob die Bemerkung „zufriedenstellend“ auch tatsächlich in ihren Beurteilungsberichten für die Jahre 2018, 2019 und 2020 vermerkt ist,
  • ob die Befähigung für die Wahrnehmung der Aufgaben der Funktionsgruppe AD in drei der Beurteilungsberichte für die Jahre 2016, 2017, 2018, 2019 und 2020 bestätigt wurde.

3. Die Generaldirektion Personal bewertet auch die Art der beruflichen Erfahrung, die
Bewerberinnen oder Bewerber in den Institutionen erworben haben (siehe das Bewertungsschema für zulässige Bewerbungen in Abschnitt 1), anhand der fünf letzten Beurteilungsberichte der Bewerberinnen oder Bewerber und benutzt hierzu ihre Datenbanken. Sollten nicht alle der fünf letzten Beurteilungsberichte vorhanden sein, wird die Gesamtpunktzahl von x Beurteilungsberichten, anteilig in eine Gesamtzahl umgewandelt, die der von fünf Beurteilungsberichten entspricht.

4. Ein in einem Staat, der nicht Mitglied der Europäischen Union ist, erworbenes Diplom muss von der zuständigen Behörde eines Mitgliedstaats als gleichwertig anerkannt worden sein. Eine Kopie des Beschlusses dieser Behörde muss der Bewerbung beigefügt werden.

5. Bestehen Zweifel an der offiziellen Anerkennung eines Diploms durch einen Mitgliedstaat, konsultiert die Generaldirektion Personal die zuständige nationale Behörde.

6. Sind Kopien von Belegen, die sich in ihren Personalakten befinden, notwendig, können die Bewerberinnen oder Bewerber diese aus ihrer elektronischen Personalakte im HRM-Portal (Streamline) herunterladen.

7. Ein Lebenslauf gilt nicht als beweiskräftige Unterlage (z. B. um die Vergabe eines Diploms nachzuweisen).

8. Die Bewerbungsunterlagen sowie die zusätzlichen Informationen aus den Datenbanken der Generaldirektion Personal, werden dem COPAC zur Kenntnis gebracht. Gemäß Artikel 45a, Absatz 2 des Statuts, kann der COPAC Beamte, die sich um eine Teilnahme am Bescheinigungsverfahren beworben haben, sowie Vertreter der Anstellungsbehörde anhören.

9. Es liegt in der Verantwortung der Bewerberinnen und Bewerber, ihre persönlichen Daten/Kontaktdaten über ihr Konto in der Anwendung Apply4EP auf dem aktuellen Stand zu halten.

10. Die Bewerbungsunterlagen werden für einen Zeitraum von drei Jahren ab dem Tag der Veröffentlichung dieses Aufrufs zur Einreichung von Bewerbungen oder gegebenenfalls bis zum Ausschöpfen aller Rechtsmittel, einschließlich der Rechtsmittelfristen im Falle eines Rechtsmittels beim Gerichtshof, aufbewahrt.

 

Rechtsmittel


Neben dem spezifischen Rechtsmittel des Bescheinigungsverfahrens (Artikel 4 Absatz 5 der ADB) stehen den Bewerberinnen und Bewerbern, die der Auffassung sind, dass eine Entscheidung sie belastet, die durch das Statut vorgesehenen Rechtsmittel zur Verfügung, und sie können eine Beschwerde beim Europäischen Bürgerbeauftragten einreichen.

Auf Antrag können die Bewerberinnen und Bewerber ihre Bewerbungsunterlagen einsehen. Sie können jederzeit eine Angelegenheit an den Europäischen Datenschutzbeauftragten verweisen .

 

Chancengleichheit

 

Das Europäische Parlament verfolgt eine Politik der Chancengleichheit und akzeptiert Bewerbungen ohne jede Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der Rasse, der Hautfarbe, der ethnischen oder sozialen Herkunft, der genetischen Merkmale, der Sprache, der Religion oder der Weltanschauung, der politischen oder einer sonstigen Anschauung, der Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Vermögens, der Geburt, einer Behinderung, des Alters, der sexuellen Ausrichtung, des Familienstands oder der familiären Situation.