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ASSISTENT, BEAUFTRAGTER FÜR INFORMATIONS- UND KOMMUNIKATIONSTECHNOLOGIE-ANWENDUNGEN (AST9) M/W

Ort : Luxemburg
Publikationsende auf externer Website : 17/09/2020 23:59
Dienststelle : 11-Direction Générale des finances
Kennziffer : EP/231/S
Leitfaden für Bewerber bei Auswahlverfahren :

Allgemeines

Lesen Sie vor Ihrer Bewerbung den Leitfaden für Teilnehmer an Auswahlverfahren im Anhang zu dieser Stellenausschreibung aufmerksam durch.

Dieser Leitfaden ist Bestandteil der Stellenausschreibung; darin werden die verfahrensrechtlichen Vorschriften für die vom Europäischen Parlament organisierten Auswahlverfahren erläutert und das Bewerbungsverfahren erklärt.

INHALT

A. ART DER TÄTIGKEIT UND ZULASSUNGSBEDINGUNGEN

B. ABLAUF DES VERFAHRENS

C. EINREICHUNG DER BEWERBUNGEN

ANHANG:     LEITFADEN FÜR TEILNEHMER AN AUSWAHLVERFAHREN DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS

A. ART DER TÄTIGKEIT UND ZULASSUNGSBEDINGUNGEN

1. Allgemeines

Das Europäische Parlament hat beschlossen, ein Verfahren zur Besetzung einer befristeten Stelle eines Assistenten (AST 9) in der Direktion Haushalt und Finanzdienste, innerhalb der Generaldirektion Finanzen, zu eröffnen.

Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Die Einstellung erfolgt in der Besoldungsgruppe AST 9, erste Dienstaltersstufe. Das monatliche Grundgehalt beträgt 8 002,30 EUR. Dieses Gehalt unterliegt der Gemeinschaftssteuer und anderweitigen in den Beschäftigungsbedingungen für die sonstigen Bediensteten der Europäischen Union (BBSB)[1] vorgesehenen Abzügen; es ist von nationalen Steuern befreit. Die Dienstaltersstufe, in der der erfolgreiche Bewerber oder die erfolgreiche Bewerberin eingestellt wird, kann jedoch in Übereinstimmung mit seiner oder ihrer Berufserfahrung angepasst werden. Zudem erhöht sich das Grundgehalt unter bestimmten Voraussetzungen durch Zulagen.

Die Einstellung von Bediensteten auf Zeit zielt darauf ab, für das Organ die Dienste von Personen zu sichern, die in Bezug auf Befähigung, Effizienz und Integrität höchsten Ansprüchen genügen und auf einer möglichst breiten geographischen Basis unter den Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten der Union rekrutiert werden.

Das Europäische Parlament verfolgt eine Politik der Chancengleichheit und akzeptiert Bewerbungen ohne jede Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der Rasse, der Hautfarbe, der ethnischen oder sozialen Herkunft, der genetischen Merkmale, der Sprache, der Religion oder der Weltanschauung, der politischen oder einer sonstigen Anschauung, der Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Vermögens, der Geburt, einer Behinderung, des Alters, der sexuellen Ausrichtung, des Familienstands oder der familiären Situation.

Wird in der vorliegenden Ausschreibung auf eine Person männlichen Geschlechts Bezug genommen, so ist dies auch als Bezugnahme auf eine Person weiblichen Geschlechts zu verstehen und umgekehrt.

[1] Siehe Verordnung (EWG, Euratom, EGKS) Nr. 259/68 des Rates (ABl. L 56 vom 4.3.1968, S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 723/2004 des Rates vom 22. März 2004 (ABl. L 124 vom 27.4.2004, S. 1) und zuletzt durch die Verordnung (EU, Euratom) Nr. 1023/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Oktober 2013 zur Änderung des Statuts der Beamten der Europäischen Union und der Beschäftigungsbedingungen für die sonstigen Bediensteten der Europäischen Union (ABl. L 287 vom 29.10.2013, S. 15).

Art der Tätigkeit

2. Beschreibung der Tätigkeit

Sie werden unter Aufsicht des Projektmanagers des Finanzverwaltungssystems (FMS) in einem oder mehreren Zuständigkeitsbereichen der Verwaltungseinheit unterstützende Tätigkeiten ausüben. Der Anwendungsbereich des FMS-Projekts umfasst (a) Haushalts-, allgemeine und Kostenrechnungsverfahren und (b) Vermögenswerte, Inventar und Vertragsverwaltungsverfahren und die damit verbundene Berichterstattung. Ein Großteil dieser Verfahren beruht auf den in der Haushaltsordnung für den Gesamthaushaltsplan der Europäischen Union und ihren Durchführungsbestimmungen festgelegten Bestimmungen.

Darüber hinaus gibt es Interaktionen zwischen dem FMS und zahlreichen intern entwickelten Anwendungen des Europäischen Parlaments, die auf verschiedenen Technologien beruhen. Die meisten dieser Anwendungen werden zur Vorbereitung der Zahlungen an die Mitglieder, Bediensteten und sonstigen externen Dienstleister des Europäischen Parlaments eingesetzt.

Sie werden mit Dienstort Luxemburg[1] eingestellt und unternehmen regelmäßige Reisen zwischen den drei üblichen Arbeitsorten des Europäischen Parlaments (Brüssel, Luxemburg und Straßburg) sowie außerhalb dieser Orte.

Sie arbeiten eng mit den übrigen Mitgliedern des FMS-Kompetenzzentrums und bei Bedarf mit Endnutzern zusammen.

Sie werden das FMS-Kompetenzzentrum fristgerecht und sachdienlich unterstützen und Informationen zu verschiedenen technischen Fragen aus Ihrem Verantwortungsbereich liefern, die das SAP-Modul Funds Management betreffen.

Ihre Hauptaufgaben umfassen insbesondere Folgendes:

  • Vorbereitung, Organisation und Durchführung der verschiedenen Aufgaben im Zusammenhang mit der bewertenden und korrigierenden Verwaltung des FMS (d. h. Konfiguration, Entwicklung, Test, Migration usw.);
  • die Analyse der Geschäftsanforderungen des Europäischen Parlaments in Bezug auf die Haushaltsführung und -ausführung sowie in anderen Integrationsbereichen des FMS;
  • Bereitstellung von Lösungen im Modul SAP Funds Management zur Erfüllung von Geschäftsanforderungen und Vorbereitung der zugehörigen funktionalen Spezifikationen, die für weitere spezifische Entwicklungen erforderlich sind;
  • Beratung und Unterstützung der Endnutzer, einschließlich Hilfe bei der Vorbereitung spezifischer Schulungskurse.

Diese Aufgaben erfordern folgende Kompetenzen:

– analytischen Fähigkeiten,
– organisatorische und planerische Fähigkeiten,
– Teamfähigkeit,
– mündliche und schriftliche Kommunikationsfähigkeiten,
– Problemlösungsfähigkeiten,
– kundenorientierte Denkweise.

[1] Diese Stelle kann einem der anderen Arbeitsorte des Europäischen Parlaments zugewiesen werden.

Zulassungsbedingungen

3. Zulassungsbedingungen

Zum Datum des Bewerbungsschlusses müssen die Bewerber folgende Bedingungen erfüllen:

 a) Allgemeine Bedingungen

Gemäß Artikel 12 Absatz 2 der BBSB müssen Sie

–   Staatsangehörige(r) eines der Mitgliedstaaten der Europäischen Union sein,

–   die bürgerlichen Ehrenrechte besitzen,

–   Ihren Verpflichtungen aus den für Sie geltenden Wehrgesetzen nachgekommen sein,

–   den für die Ausübung der angestrebten Tätigkeit zu stellenden sittlichen Anforderungen genügen.

 b) Besondere Bedingungen

 i) Erforderliche Befähigungsnachweise, Bildungsabschlüsse und Kenntnisse

Sie müssen

  • einen sekundären Bildungsabschluss haben, bescheinigt durch ein Diplom, der zum Besuch einer postsekundären Bildungsstätte berechtigt,

oder

  • einen Sekundarschulabschluss haben, bescheinigt durch ein Diplom, der zum Zugang zu einer postsekundären Ausbildung berechtigt, sowie eine daran anschließende mindestens dreijährige Berufserfahrung mit direktem Bezug zur Art der Tätigkeit. Diese dreijährige Berufserfahrung wird bei der Bewertung der untenstehenden geforderten Berufserfahrung nicht berücksichtigt.

Der Auswahlausschuss berücksichtigt in diesem Zusammenhang die unterschiedlichen Bildungssysteme der Mitgliedstaaten. Beispiele für erforderliche Mindestqualifikationen sind der Tabelle im Leitfaden für Teilnehmer an Auswahlverfahren des Europäischen Parlaments zu entnehmen.

Eine Zertifizierung im Bereich SAP ist von Vorteil.

ii) Erforderliche Berufserfahrung

Im Anschluss an den Erwerb der oben genannten Qualifikationen müssen Sie mindestens 13 Jahre Berufserfahrung im Zusammenhang mit den Aufgaben erworben haben, davon zehn Jahre im Modul SAP Funds Management.

iii)     Sprachkenntnisse

Sie benötigen gründliche Kenntnisse (mindestens Niveau C1[1]) in einer der Amtssprachen der Europäischen Union (Sprache 1): Bulgarisch, Dänisch, Deutsch, Englisch, Estnisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Irisch, Italienisch, Kroatisch, Lettisch, Litauisch, Maltesisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Schwedisch, Slowakisch, Slowenisch, Spanisch, Tschechisch oder Ungarisch,

und

sehr gute Kenntnisse (mindestens Niveau B2[1]) der englischen oder französischen Sprache (Sprache 2).

Die Sprache 2 muss eine andere als die Sprache 1 sein.

Die Bewerber werden darüber informiert, dass die beiden Sprachen 2 (Englisch und Französisch) für dieses Auswahlverfahren unter Berücksichtigung des dienstlichen Interesses festgelegt wurden. Die Stelle des Anwendungsbeauftragten für Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) erfordert aufgrund der damit verbundenen Aufgaben besondere Fähigkeiten: analytische, organisatorische, IKT-Programmentwicklung sowie mündliche und schriftliche Kommunikationsfähigkeiten.

Englisch- oder Französischkenntnisse sind unerlässlich, damit der Mitarbeiter seinen Pflichten im Rahmen der Aufgaben nachkommen kann. Sie oder er muss Arbeitsbeziehungen zu Interessenträgern aufbauen, die hauptsächlich Englisch oder Französisch sprechen, um Ziele zu erreichen und spezifische Projekte des Europäischen Parlaments durchzuführen.

Der Zeitbedienstete muss IKT-Programme hauptsächlich in Englisch, der im Europäischen Parlament verwendeten Sprache, und allgemein für die Kommunikation und Entwicklung im Bereich der Informationstechnologie nutzen und entwickeln. Englisch ist auch die Hauptarbeitssprache im Kompetenzzentrum für Finanzmanagementsysteme und, allgemeiner, in den Direktionen der Generaldirektion Finanzen.

Französisch ist in der schriftlichen und mündlichen Kommunikation mit den politischen und administrativen Behörden des Parlaments und anderen Generaldirektionen weit verbreitet. Darüber hinaus erfordert die in Luxemburg angesiedelte Position auch die Interaktion mit lokalen externen IKT-Dienstleistern und Interessenträgern, deren wichtigste Kommunikationssprache Französisch ist.

Damit die eingestellte Person ihre Aufgaben verstehen und erfüllen und zum reibungslosen Funktionieren der Abteilung beitragen kann, muss sie daher in der Lage sein, mit dem Management, den Kollegen und externen Gesprächspartnern in mindestens einer dieser beiden Sprachen wirksam zu kommunizieren.

Darüber hinaus müssen im Sinne der Gleichbehandlung alle Bewerber, selbst wenn eine dieser zwei Amtssprachen ihre erste Sprache ist, ausreichende Kenntnisse in einer zweiten Sprache besitzen, bei der es sich um die andere dieser zwei Sprachen handeln muss

[1] Siehe Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen (GER) - https://europa.eu/europass/de/common-european-framework-reference

Zulassung zum Auswahlverfahren

B. ABLAUF DES VERFAHRENS

1. Zulassung zum Auswahlverfahren

Das Verfahren wird auf der Grundlage von Befähigungsnachweisen und Prüfungen durchgeführt.

Wenn Sie

  • die allgemeinen Zulassungsbedingungen erfüllen und
  • Ihre Bewerbung form- und fristgerecht eingereicht haben,

prüft der Auswahlausschuss Ihre Bewerbungsunterlagen im Hinblick auf die besonderen Zulassungsbedingungen.

Wenn Sie die besonderen Zulassungsbedingungen erfüllen, lässt der Auswahlausschuss Sie zum

Auswahlverfahren zu.

Der Auswahlausschuss stützt sich bei seinen Entscheidungen ausschließlich auf die Angaben im Bewerbungsformular, die durch Nachweise belegt sind (weitere Einzelheiten finden Sie im Leitfaden für Teilnehmer an Auswahlverfahren des Europäischen Parlaments).

Bewertung der Befähigungsnachweise

2. Bewertung der Befähigungsnachweise

Der Auswahlausschuss bewertet die Befähigungsnachweise der zu dem Auswahlverfahren zugelassenen Bewerber auf der Grundlage eines zuvor von ihm festgelegten Bewertungsrasters und stellt die Liste der zwölf besten Bewerber auf, die zur schriftlichen Prüfung eingeladen werden.

Bei der Beurteilung der Qualifikationen der Bewerber berücksichtigt der Auswahlausschuss insbesondere die folgenden Aspekte (zu belegen durch Nachweise, die den Bewerbungsunterlagen beizufügen sind):

  • zusätzliche Studiennachweise und Diplome im Zusammenhang mit der Art der Tätigkeit;
  • Erfahrung mit Methoden der Betriebsanalyse;
  • Erfahrung bei der SAP-Implementierung im Bereich Haushaltsmanagement im öffentlichen Sektor;
  • Berufserfahrung in einem multikulturellen und internationalen Umfeld.

 Bewertung: 0 bis 20 Punkte.

Prüfungen

3. Prüfungen

Schriftliche Prüfung

a) Verfassen eines Textes in Sprache 2 (Englisch oder Französisch) auf der Grundlage einer Akte; überprüft werden Ihre Fähigkeit, die in Abschnitt A.2 beschriebenen Tätigkeiten auszuüben, sowie Ihre Fähigkeit, Geschäftsanforderungen zu verstehen, Lösungen anzubieten und Endnutzer zu unterstützen.

Dauer der Prüfung: 3 Stunden

Bewertung: 0 bis 40 Punkte (erforderliche Mindestpunktzahl: 20 Punkte)

Die sechs Bewerber, die bei der schriftlichen Prüfung die höchste Punktzahl erreicht haben, werden zu den mündlichen Prüfungen eingeladen, sofern sie die Mindestpunktzahl erreicht haben.

Mündliche Prüfungen

b) Gespräch mit dem Auswahlausschuss in Sprache 2 (Englisch oder Französisch), in dessen Verlauf unter Berücksichtigung aller in Ihren Bewerbungsunterlagen enthaltenen Elemente Ihre Eignung für die Wahrnehmung der in Abschnitt A.2 beschriebenen Aufgaben bewertet wird. Der Auswahlausschuss kann beschließen, Ihre im Bewerbungsformular angegebenen Sprachkenntnisse zu prüfen.

Dauer der Prüfung: 45 Minuten.

Bewertung: 0 bis 40 Punkte (erforderliche Mindestpunktzahl: 20 Punkte)

c) Gruppendiskussion in Sprache 2 (Englisch oder Französisch), die dem Auswahlausschuss eine Beurteilung Ihrer Anpassungsfähigkeit, Ihres Verhandlungsgeschicks, Ihrer Entscheidungsfreudigkeit sowie Ihrer Fähigkeit zur Teamarbeit ermöglicht.

Die Dauer dieser Prüfung wird vom Auswahlausschuss in Abhängigkeit von der endgültigen Zusammensetzung der Gruppen festgelegt.

Bewertung: 0 bis 20 Punkte (erforderliche Mindestpunktzahl: 10 Punkte)

Eignungsliste

4. Aufnahme in die Eignungsliste

In die Eignungsliste werden in der Reihenfolge der Ergebnisse die Namen der drei Bewerber aufgenommen, die beim gesamten Verfahren (Bewertung der Befähigungsnachweise und Prüfungen) die höchste Punktzahl und bei jeder einzelnen Prüfung die Mindestpunktzahl erzielt haben.

Sie werden persönlich über Ihre Ergebnissen unterrichtet.

Die Eignungsliste wird an den Anschlagtafeln in den Gebäuden des Europäischen Parlaments ausgehängt.

Wenn erfolgreichen Bewerbern eine Stelle angeboten wird, so haben sie zwecks Feststellung der Übereinstimmung die Originale oder beglaubigte Kopien aller verlangten Dokumente vorzulegen.

Die Eignungsliste gilt bis zum 31. Dezember 2023; ihre Geltungsdauer kann verlängert werden. Im Falle einer Verlängerung werden die in die Liste aufgenommenen erfolgreichen Bewerber rechtzeitig benachrichtigt.

Einreichung der Bewerbungen

C. EINREICHUNG DER BEWERBUNGEN

Bevor Sie den Bewerbungsbogen ausfüllen, lesen Sie bitte aufmerksam den beigefügten Leitfaden für Teilnehmer an Auswahlverfahren des Europäischen Parlaments.

Sie müssen Ihre Bewerbung über die Online-Plattform APPLY4EP einreichen.

Die Bewerbungsfrist endet am 17. September 2020 um 23.59 Uhr (Brüsseler Zeit)

Bitte NEHMEN SIE ABSTAND VON TELEFONISCHEN RÜCKFRAGEN zum Zeitplan für den Ablauf des Verfahrens.